Yoga am Morgen

Manchmal lege ich morgens nach dem Aufstehen gleich wieder hin. Zwei Rollen überkreuzt, um den Brustkorb zu öffnen.

Heute morgen sind viele Gedanken in meinem Kopf. Ich verändere 2 mal die Position der unteren Rolle und spüre wie sich die Unterstützung des Beckens verändert und somit auch die Öffnung des Brustkorbs.

Bei der Vorbeuge in Sukhasana spüre ich mein Illiosakralgelenk. Es ist noch nicht o.k. Ich zögere noch den Chiropraktiker anzurufen, der mich vor 2 Wochen eingerenkt hat und meinte, es sei alles gut.

Halasana ist eine der schwierigsten Übungen für mich. Selbst wenn ich gut aufgewärmt bin. Und das bin ich morgens nach dem Aufstehen und den wenigen Asanas die ich vor Halasana übe auf keinen Fall.

Ich bin geneigt, Halasana aus meiner Morgensequenz zu streichen. Auf der anderen Seite finde ich es spannend zu sehen, ob da eine Entwicklung, eine Bereitschaft meines Körpers entsteht, sich darauf einzulassen.

So sieht die Morgensequenz aus, die eine Vorbereitung für mein Pranayama ist:

  • Setu Bandha Sarvangasana – Variante zwei Polster gekreuzt, unteres Polster stützt das Kreuzbein
  • Sukhasana Vorbeuge – Kopf gestützt
  • Adho Mukha Svanasana (Hund) – Kopf gestützt
  • Uttanasana oder Ardha Uttanasana (Vorbeuge im Stand)
  • Shirshasana (Kopfstand)
  • Salamba Sarvangasana (Schulterstand) Variation mit Stuhl

  • Halasana (Pflug), Beine über Stuhl

Alle meine Lehrer sagen, es sollte eine Pause zwischen der Asanapraxis und dem Pranayama Üben sein. Im Moment ignoriere ich diesen Hinweis und meist auch einige andere Hinweise, wie zum Beispiel den Hinweis von Geeta Iyengar: Eine Stunde nach der Übung von Pranayama kannst Du Essen.

Im Anschluss an meine Asana Sequenz übe ich heute morgen noch Pranayama im Liegen. Ich übe Ujjayi Pranayama (so wie ich es von einem workshop kenne) und Viloma Pranayama (siehe link Stage I: http://www.lifepositive.com/body/yoga/viloma-pranayama.asp).

Hier einer meiner Lieblingsvariationen von Salamba Sarvangasana, so wie ich es morgens übe:

Das Geheimnis der Ausrichtung im Yoga

Letztes Jahr habe ich einen Vortrag (in Englisch) von dem Iyengar-Lehrer John Schumacher bei You Tube entdeckt. Gefällt mir sehr gut.

In Teil 3 seines Vortags mit dem Thema „The Secret Treasure of Yogic Alignment“ spricht John Schumacher über Pranayama und Hatha Yoga :

Hatha bedeutet Wille, Kraft. Bei deiner Asanapraxis darfst Du deinen Willen und deine Kraft einsetzen, um dich weiterzuentwickeln, um Widerstände zu überwinden, um deine Stärke zu entwickeln.

Dies darfst Du nicht in deiner Pranayama Praxis. Du arbeitest hier mit sehr feinen Strukturen. Du arbeitest hier mit deinen Lungen, deinem Herz und deinem Nervensystem.

Weitere Punkte in dem Vortrag sind unter anderem :

  • Warum es Sinn machen kann, die ersten Male Pranayama im Liegen und mit Hilfsmittel zu üben
  • Warum Asanapraxis Vorraussetzung und Vorbereitung für Pranayama ist
  • Welche Bedeutung Alignment für Pranayama hat
  • Warum es im Yoga nicht hauptsächlich um Technik und Alignment geht
  • Technik und Alignment sind eine Weg tief in dein Inneres, wo Du diese Art von Technik und Alignment wieder loslassen kannst.

Reinigungsübungen

Nach dem Aufstehen übe ich zur Zeit oft eine kleine Bewegungssequenz um meinen Körper auf zu wecken. Danach übe ich Agni Sara und Kapalabhati, zwei Reinigungsübungen.

Nach Nadhi Sodhana noch 2 Runden Sonnengruß und Savasana – das ist oft ein schöner Einstieg in den Tag für mich.

Hier gibt es zwei Filme von Yoga Vidya die mich manchmal bei meinen Übungen begleiten :

Uddhiyana Bandha und Agni Sara

Pranayama – Yoga Atemübungen Kapalabhati und Wechselatmung

http://www.youtube.com/watch?v=dBrQyAeDU1M

Ein BewegGrund

Wer auf dem Wege fortschreiten will, muß zuerst die Schlacken fortwerfen, die er durch die verschiedenartigsten Studien angesammelt hat.
Huang-Po, Der Geist des Zen

In den drei Pfeiler des Zen (Hrsg. Philip Kapleau) stehen Unterweisungen eines Zenmeisters.
Die letzte Unterweisung beschäftigt sich mit den angestrebten Zielen. Von der Art des angestrebten Ziels hängt die Übung ab, die man als Schüler zu gewiesen bekommt. Wobei angemerkt ist, das es keine bestimmte Übung gibt, die für alle passt.

Interessant, das ich auf meinem letzten Sesshin (das schon fast 10 Jahre zurück liegt) eine Übung aus der zweit niedrigsten Ebene von meinem Lehrer bekommen habe. Das passt.


Zur 4ten Ebene (die höchste) gehören diejenigen, die entschlossen sind, ihr Wahres Selbst zu erkennen. (Übung : Koan)

Meine Frage – Wodurch bekommen manche Menschen diese Entschlossenheit?

Zur 2ten Ebene gehören diejenigen, die den Wunsch haben, Zazen zu Üben, wegen ihrer körperlichen und geistigen Gesundheit. (Übung : Verfolgen der Atemzüge)
Zen und Yoga hat für mich sehr viel mit Reinigung zu tun. Wenn ich dann irgendwann mal „sauber“ bin, müßte ich dann nicht auch mein Wahres Selbst erkennen?

„Das Üben von Asanas befreit den Körper von Verunreinigungen. Es verleiht Kraft, Entschlossenheit, Ruhe und einen wachen Geist.“
B.K.S. Iyengar

Von Katzen lernen

Ich lerne mehr von Katzen als von Gurus. Victor Van Kooten

(im Vortrag bei ca. 28min)

Das groesste Geschenk meines Yogalehrer ist, zu Lernen nicht auf ihn zu hören, sondern auf mich selbst zu hören, auf meine Beduerfnisse zu hören. Victor Van Kooten

(im Vortrag bei ca. 9min:30sec)

Der Vortrag fängt ganz unscheinbar an. Dann erzählt Victor Van Kooten von seinen Erfahrungen mit B.K.S. Iyengar, über Krishnarmuti und was er von einer Katze lernen kann.

Vortrag : Victor Van Kooten and the Breathing Body.

http://www.ihanuman.com/features/victor-van-kooten-the-breathing-body/

Victor Van Kooten was born in Holland and began practicing yoga in 1966 with renowned teacher Dona Holleman. He moved to Pune, India to study with B.K.S. Iyengar and became one of the first certified Senior Advanced Iyengar teachers in the world. Following a traumatic experience that left him partially paralyzed, he became fascinated with […]

Bild von einem meiner Yoga Workshops.

Allerdings waren das unten auf dem Foto nicht meine Lehrer. Auf dem Bauernhof, wo ich immer unterkomme, gab es junge Kätzchen. Sehr zur Freude meines Sohnes.


Detailanweisungen

Manchmal gibt es sehr strenge Yoga-Lehrer. Normalerweise vermeide ich diese Lehrer. Ich finde es wichtig, das es klare Anweisungen gibt, nicht aber Befehle.

Sehr schön finde ich etwas, das Karl Baier geschrieben hat :

„Es empfiehlt sich, Detailanweisungen nicht als Gebote und Verbote, sondern als Vorschläge zu präsentieren, die der Schüler nicht einfach zu befolgen hat, sondern erprobt, d.h. an seiner Eigenerfahrung messen kann und darf. Die Kunst des Lehrens besteht nicht im Verlautbaren und Durchsetzen von Anweisungen, sondern im Lernen-Lassen.“

Quelle : http://vereine.freepage.de/cgi-bin/feets/freepage_ext/339483x434877d/rewrite/iyengar-yoga/abhyasa4/4detail.htm

Kopfstand

Wieder so ein Richtig / Falsch Thema. Die Hände im Kopfstand.

Ich lese heute von Geeta – Lege den Kopf NICHT in die Schale der Hände.

Mein Yogalehrer hat mich vor einigen Wochen in dieser Beziehung korregiert. So richtig habe ich ihm nicht getraut.

Dann werde ich damit mal einige Erfahrung sammeln